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Porträtkonzert mit Stücken von Joseph Boulogne

Am 5. Dezember 2019 laden FAU INTEGRA, Ethik der Textkulturen, der Lehrstuhl für angewandte Mathematik und die Stadt Erlangen zu einem Porträtkonzert mit Stücken von Joseph Boulogne ein. Das Konzert beginnt um 19 Uhr in der Hugenottenkirche in Erlangen.

Nach einer Einführung von Prof. Dr. Kley vom Lehrstuhl für Amerikanistik tragen Lou Denès (Sopran), Katharina Jungwirt (Violine) und Christoph Orendi (Klavier) Stücke des – auch als „schwarzen Mozart“ bekannten – Komponisten Joseph Boulogne vor. Ergänzt wird die Klavier- und Kammermusik durch von Timo Sestu gelesenen Texten.

Joseph Boulogne, Chevalier de Saint-Georges (1745 – 1799) wurde auf Guadeloupe als Sohn eines Französischen Edelmanns und einer sechzehnjährigen Sklavin geboren. Als Komponist gilt Boulogne als Vorbild für Mozart, sogar Einflüsse auf Beethoven werden ihm nachgesagt. Dennoch ist Boulogne nie in den Kanon der klassischen Musik aufgenommen worden, weshalb seine Werke heute nur den Wenigsten ein Begriff sind. Der Abend widmet sich diesem Kampf um Anerkennung und Identität Joseph Boulognes, eines Vorreiters auf vielen Gebieten, der, obwohl er virtuos in die französische Kultur integriert war, dennoch stets als Fremder behandelt wurde.