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Kulturforum 2018/19

Abendveranstaltungen

Wassersaal der Orangerie, Schlossgarten 1, Erlangen

Das Konzert widmet sich zwei Komponisten, die mit ihren Werken in der Zeit der nationalsozialistischen Unterdrückung musikalischen Widerstand zum Ausdruck brachten. Im Falle des Münchner Komponisten Karl Amadeus Hartmann zeigt sich das in Form von Bekenntnismusik, als Gegenaktion im inneren Exil, in dem sich Hartmann bis zum Ende des Krieges befand.

In den Werken Ullmanns, der von 1942 bis 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt interniert war und dort bis zuletzt unermüdlich inmitten von Hunger und Tod komponierte, offenbart sich der Widerstand als direkte Auflehnung gegen die Rassenideologie und gegen das Leid selbst.

Pianist: Christoph Orendi
Sopranistin: Marina Skowronek

Der Abend wird eingeleitet mit einer Einführung von Prof. Dr. Christine Lubkoll, Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur mit historischem Schwerpunkt.

Karl Amadeus Hartmann (C) BSB/Bildarchiv

Viktor Ullmann

Clubbühne (E-Werk), Fuchsenwiese 1, Erlangen

Das Projekt wird kooperativ zwischen Menschen mit und ohne Fluchthintergrund erarbeitet. Ausgangspunkt sind Alltagsszenen, die gesammelt und szenisch aufbereitet werden. In einem Reigen unterschiedlicher Beobachtungen des Zusammenlebens werden auch Ansatzpunkte für eine kritische Bestandsaufnahme gesammelt.

Der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen. […] Ein Mensch kann überall zustandkommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Paß niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird. (Bertolt Brecht: Flüchtlingsgespräche)

Ein Theaterabend von und mit Teilnehmern aus dem FAU-Projekt für Geflüchtete: 15. Dezember 2016. Foto: Nour Jazar

Lichthof im Palais Stutterheim, Marktplatz 1, Erlangen

 

Durch Zufall beginnen Senthil Vasuthevan und Valmira Surroi ein Gespräch auf Facebook. Er lebt als Doktorand der Philosophie in Berlin, sie studiert Kunstgeschichte in Marburg. Sieben Tage lang erzählen sie sich von ihrem Leben, ohne sich zu begegnen. Ihre Nachrichten handeln von ihren Familien und ihrer Flucht aus Bürgerkriegsgebieten, von ihrer Kindheit im Asylbewerberheim und ihrer Schul- und Studienzeit. Hochreflektiert schreibt Senthuran Varatharajah in seinem Debütroman über Herkunft und Ankunft, über Erinnern und Vergessen und über die Brüche in Biographien, die erst nach einiger Zeit sichtbar werden.

Gespräch im Anschluss mit Prof. Dr. Christine Lubkoll und Anna Hampel vom Department Germanistik und Komparatistik der FAU.

 

Senthuran Varatharajah, Foto: Heike Steinweg

Workshop-Formate

DIRS, Nägelsbachstr. 25 (Raum 3.113), Erlangen

 

Repräsentationen von Religion und persönlicher Religiosität in der Öffentlichkeit (Glockenläuten, Fastenbrechen, Religionsunterricht…) werden grundlegende Kenntnisse zum christlichen und zum muslimischen Glauben vermittelt. Das Verhältnis von Staat bzw. Gesellschaft und Religion wird thematisiert. Sachliche und tolerante Haltung in Bezug auf religiöse und jeweils innerreligiöse Vielfalt wird – nicht zuletzt durch die dialogische Seminarführung – geübt. Zum Seminar gehören zwei kurze Exkursionen in eine Kirche und in eine Moschee.

Anmeldungen per E-Mail an: isolde.meinhard@fau.de

Clubbühne (E-Werk), Fuchsenwiese 1, Erlangen

 

Trotz der vielfältigen Potentiale von Geflüchteten, kranken Integrationskonzepte häufig daran, dass sie diejenigen, denen sie den Zugang zur Gesellschaft ermöglichen sollen, nicht beteiligen. Mit der Idee des „Empowerments“ im Hinterkopf sollen im Rahmen dieser Veranstaltung Ideen entwickelt werden, wie Integrationsprozesse gemeinsam mit Geflüchteten oder initiativ von Geflüchteten in verschiedenen Bereichen des städtischen Zusammenlebens gestaltet werden könnten. Kern der Veranstaltungen bilden vier verschiedene thematische Workshops, die sich an haupt- und ehrenamtlich Engagierte und Geflüchtete richten. Die Ergebnisse der Workshops werden im Anschluss öffentlich diskutiert.
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Mehr Informationen finden sie hier.