Navigation

Empowerment für Geflüchtete

Trotz der vielfältigen Potentiale von Geflüchteten, kranken Integrationskonzepte häufig daran, dass sie diejenigen, denen sie den Zugang zur Gesellschaft ermöglichen sollen, nicht beteiligen. Mit der Idee des „Empowerments“ im Hinterkopf sollen im Rahmen dieser Veranstaltung Ideen entwickelt werden, wie Integrationsprozesse gemeinsam mit Geflüchteten oder initiativ von Geflüchteten in verschiedenen Bereichen des städtischen Zusammenlebens gestaltet werden könnten. Kern der Veranstaltungen bilden vier verschiedene thematische Workshops, die sich an haupt- und ehrenamtlich Engagierte und Geflüchtete richten. Die Ergebnisse der Workshops werden im Anschluss öffentlich diskutiert.

Programm

14:00 Uhr

Grußworte
Dr. Elisabeth Preuß, Bürgermeisterin der Stadt Erlangen

Einführung in das Thema „Empowerment“ und Erfahrungsbericht aus Stuttgart
Ayse Özbabacan, M.A. in Euroculture

15:00 Uhr

4 Workshops (Runde 1)

16:30 Uhr

4 Workshops (Runde 2)

18:00 Uhr

Diskussion der Ergebnisse
mit den ModeratorInnen aus den Workshops

 

Folgende Workshops werden angeboten:

Integration ist keine Einbahnstraße, sondern ein Kreisverkehr mit vielfältigen Zugangsstraßen. Daher ist Integration auch kein linearer Prozess, sondern vielmehr die Chance, voneinander zu lernen und gesellschaftliche Entwicklung gemeinsam voranzubringen. Aber wie kann dies in der Praxis aussehen?

Zunehmend häufig taucht im Bereich der Integrationsarbeit das Stichwort “Empowerment“ auf. Aber nicht überall, wo Empowerment draufsteht, ist auch Empowerment drin. Trotz der Vielfalt an Angebote FÜR Geflüchtete, gibt es deutlich weniger Angebote MIT oder VON Geflüchteten. Dabei bringen diese Expertenwissen in ganz unterschiedlichen Bereichen mit. Dieses Potential wird in Deutschland jedoch bisher wenig genutzt. Im interaktiven Austausch werden wir uns mit Peer-to-Peer Learning und interkultureller Leadership beschäftigen und über Integration als Partizipationsansatz diskutieren.

Moderation: Suzan Sharif und Janina Stürner (Zentralinstitut für Regionenforschung, FAU)

Dieser Workshop findet zum Teil in englischer Sprache statt.

Immer mehr Geflüchtete möchten sich aktiv in die Erlanger Stadtgesellschaft einbringen und ihr Umfeld mitgestalten. Ehrenamtliches Engagement ist dabei ein Weg zur gesellschaftlichen Integration, der zahlreiche Chancen bietet. Wer sich engagiert, bringt sich mit seinen eigenen Interessen, Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten ein. Dadurch stärkt ehrenamtliches Engagement das Selbstbewusstsein und das Gefühl aktiv etwas bewirken zu können. Denn wer sich engagiert, macht das zusammen mit anderen, knüpft Kontakte und lernt sein Umfeld kennen. Ehrenamtliches Engagement schafft damit Begegnungen auf Augenhöhe, fördert das Miteinander, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und trägt zum Abbau von Vorurteilen bei.

Ziel des Workshops ist es, gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie die Interessen und Fähigkeiten Geflüchteter in ihrer Vielfalt in die Engagementlandschaft Erlangens integriert werden können. Wie müssen Projekte und Angebote gestaltet sein, damit sich Geflüchtete ehrenamtlich engagieren? Was braucht es in unserer Stadt, damit Geflüchtete den Weg ins Ehrenamt finden?

Moderation: Sabrina Fest (Integrationslotsin, Stadt Erlangen) und Karin Grüsser (Koordinatorin Bürgerschaftliches Engagement, Stadt Erlangen)

Bildung ist ein entscheidender Faktor für gelingende Integration. Sowohl in schulischer als auch außerschulischer Bildung ist es wichtig, die Neuzugewanderten zu erreichen und soweit möglich individualisierte Angebote zu schaffen. Insbesondere Übergänge im Bildungssystem gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung. Sie betreffen alle Altersgruppen, von der Kita in die Schule, zwischen Schulen, von der Schule in Ausbildung oder der Übergang in den Beruf. Dabei stoßen die Neuzugewanderten in der Praxis teilweise auf Stolpersteine, die Ihnen den Übergang erschweren.

Wie kann es gelingen, Neuzugewanderte auf dem Weg in Übergänge mitzunehmen, sie ausreichend zu informieren und ihnen selbstbestimmte Entscheidungen zu ermöglichen?
Ziel des Workshops ist es, gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie Neuzugewanderte im Prozess der Übergänge besser unterstützt werden können, hin zu selbstbestimmten Entscheidungen. Zudem geht es darum, wie die Erfahrungen und Kompetenzen Neuzugewanderter in diesem Bereich besser genutzt werden können.

Moderation: Katja Heun (Bildungskoordinatorin Stadt Erlangen) und Cornelia Schmidt (Bildungskoordination Landkreis Erlangen-Höchstadt)

Was eine Gesellschaft ausmacht, zeigt sich vielleicht am deutlichsten jenseits von Familien- oder Arbeitsleben: Gemeinschaftliche Aktivitäten finden statt in Kneipen und Cafés, vor allem aber auch in Sportvereinen, kulturellen Institutionen und sonstigen Interessengemeinschaften. Der Workshop stellt zunächst ganz grundsätzliche Fragen: Wie verbringen Geflüchtete ihre freie Zeit? Welche Angebote sind bekannt, welche werden genutzt? Und auch wichtig: Welche Angebote werden vermisst?

Gefragt wird im Workshop aber auch nach Organisationsformen und Informationsplattformen: Wie sehen Netzwerke unter Geflüchteten aus, wie organisieren sie sich für gezielte Aktivitäten? Ziel des Workshops ist es, offenzulegen, wo Potenziale zur Weiterentwicklung soziokultureller Aktivitäten in Erlangen bestehen, wo bestehende Initiativen gefördert oder neue Projekte initiiert werden können.

Moderation: Karin Lippert (Amt für Soziokultur, Stadt Erlangen) und Timo Sestu (FAU Integra)

Anmeldung per E-Mail an:

Timo Sestu, M.A.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

FAU Integra
Forum für Integration und interkulturelle Kommunikation